Montag, 9. Februar 2009

Skydiving Buenos Aires

Hallo,

ja ich bin wieder zurück in Argentinien. Nach einem 2 Wochen langem Aufenthalt in Deutschland bei dem meine Werte mal so richtig geordnet, strukturiert und gefestigt wurden, hab ich noch mehrere Gespräche in Erlangen geführt und die Kälte in Deutschland nicht wirklich genossen. Worüber ich mich aber wirklich gefreut habe, war alte Bekannte wieder zu sehen und Zeit mit meiner Freundin in Deutschland zu verbringen. Außerdem viel mir auf, wie schnell doch die deutschen Kassiererinnen im Supermarkt sind, was mir bei meinem gestrigen Einkauf in Buenos Aires wieder bewusst wurde. Aber dafür gibt es andere freudige Dinge hier, wie beispielsweise das immer noch anhaltende warme Wetter und natürlich das gute Fleisch.
Am Samstag war ich direkt nach meiner Ankunft Freitagnacht mit meinem Kollegen zum Fallschirmspringen verabredet. Treffpunkt 8 Uhr irgendwo am Rande Buenos Aires mit der Bitte pünktlich zu sein. Und wer hielt sich daran?? Natürlich nur die Deutschen. Die Argentinier trudelten so 30 – 45 Minuten später ein. Normal hier, hab schon aufgehört mich darüber aufzuregen. Als es dann endlich los ging kannte niemand so wirklich den Weg und die ausgedruckte Minikarte mit Wegbeschreibung erwies sich doch sehr tückisch für die verplanten Argentinier, so dass Corinna schnell mal den Weg heraus fand und wir letztendlich nach tausend Umwegen am Flugfeld ankamen. Südamerika live. Insgesamt 9 Leute wollten von uns springen. Also immer in 3 Gruppen und rein in die kleine Chessna . Vorher noch ne Minieinweisung und ab ging es auf 3000 Meter Höhe. Ich war im letzten Flugzeug und konnte so die Begeisterung meiner Vorgänger noch live am Boden miterleben. Als ich dann im Flugzeug war, war auch alles noch ganz relaxt. Auf 3000 Meter angekommen wurde ich an meiner Tandemspringer angeschnallt, dann die Tür aufgerissen kurzer Blick nach unten und die Gedanken, `oh man ist des aber hoch, ob ich da wohl heil unten ankomme und jemals wieder mit meinem Teller reden bzw. noch mal Steak essen kann´ und dann wurde ich quasi hinaus geworfen. Kein: „bist du bereit oder kann es los gehen?“. Bevor ich mich versah war ich auch schon im freien Fall in Richtung Erde. War ziemlich cool und ging rasend schnell. Nach 1 Minute freien Falls wurde der Schirm gezogen und dann sind wir noch 7 Minuten zur Erde runter gegleitet. Ein sehr aufregendes Erlebnis was in Südamerika sehr günstig zu haben ist. Kann ich nur empfehlen.




Viele Grüße und bis bald aus Argentinien

Chris

Donnerstag, 22. Januar 2009

Der tägliche Wahnsinn

Na ja was soll ich sagen. Es ist nicht alles Gold was glänzt, obwohl mich das traumhafte Wetter von 35 Grad und das beste Fleisch überhaupt schon ziemlich erfreuen hier, gibt es auch Dinge die mir inzwischen auf die Nerven gehen.
Die lateinamerikanische Art ist doch ein sehr sehr gelassener Lebensstil. So auch beispielsweise beim einkaufen. Es ist förmlich eine Tortur sich in Argentinien an einer Kasse anzustellen. Neulich war ich mit Julia im Baumarkt und nachdem da ziemlich viele Kassen geöffnet hatten, dachte ich das geht schon ziemlich schnell hier. Allerdings wurde ich wie zu erwarten war mal wieder enttäuscht. In Südamerika geht nichts aber auch gar nichts schnell bzw. einfach. Wir haben ganze 30 Minuten gewartet um endlich bezahlen zu können. Ich dachte, die Frau an der Kasse grillt nebenher vielleicht ein Steak, aber als ich vorne war, musste ich feststellen, dass ich sie einfach nur langsam ist und wegen jeder Kleinigkeit immer irgendwen ruft. Man kann sich das wie folgt vorstellen, beispielsweise ist das Etikett mit dem Preis etwas verkratzt, jetzt muss die Dame an der Kasse natürlich erst mal fragen ob sie der Preis noch gültig ist oder ob der Kunde einen neuen Artikel holen muss. So geht es aber an allen Kassen und macht das Einkaufen zu einer wahren Freude. Einmal habe ich mich im Supermarkt an einer „bis 10 Dinge“-Kasse angestellt in der Hoffnung, dass dies etwas schneller geht. Als ich dann dran war und ich 11 Dinge dabei hatte, hat mir die Kassiererin glaube ich 5 Minuten weiß machen wollen, dass ich 11 Dinge hab und somit mich nun noch mal an einer anderen Kasse anstellen muss. Ich habe ihr natürlich in meinem flüssigen Spanisch erklärt, dass sie sich nicht so anstellen soll und mich jetzt bezahlen lassen soll. Was sie widerwillig nach einiger Zeit dann auch machte. Seither zähle ich peinlich genau meine Artikel.
Was auch immer eine wahre Freude ist, ist wenn man in einem Club etwas trinken will. Man darf sich erst mal an einer Kasse anstellen, wo mein sein Getränkebon kauft um sich danach noch mal in einer anderen Schlange anzustellen, bei der einem dann letztendlich das Getränk nach schneller argentinischer Zubereitungsart ausgehändigt wird. Kein Wunder das ich hier nie betrunken werde!
Was mich auch immer köstlich amüsiert ist, dass die Hausmeister meines Gebäudes alle zwei Tage den großen Pool komplett leer machen und wieder zwei Tage brauchen bis sie ihn wieder aufgefüllt haben. Als ich mal gefragt habe warum diese immer getan wird, sagten sie mir, dass soviel Bewohner ungeduscht in den Pool springen und er deshalb so dreckig wäre, das sie ihn jeden zweiten Tag leeren müssten. Interessant dabei ist, dass im Pool selbst soviel Chlor drin ist, dass beim öffnen der Augen einem schier die Netzhaut verätzt wird. Vom Wasser umwälzen haben die hier auch noch nie etwas gehört.
Neulich bin ich mal in ein öffentliches Freibad gegangen. Was mich nicht überrascht hat, war dass ich mich erst mal anstellen musste um von einem Arzt auf Fußpilz und irgendwas unter den Achseln untersuchen zu lassen. Ich dachte anfangs gar nicht mal so schlecht, somit ist das Wasser wenigstens sauber. Leider weit gefehlt, das Wasser war total eklig und schmierig mit voller Sonnenmilch. Die Argentinier haben im Wasser zu einem Vortänzer Wassergymnastik gemacht als wenn es um ihr Leben ginge. Danach habe sie dann eine halbe Kuh verspeist, welche jeder Argentinier bei einem Freibadbesuch zwangsläufig als Standardausrüstung dabei hat.
Auch das Abenteuer Busfahrt hat so ein paar nette Tücken parat. Grundsätzlich kann man Bus in Argentinien nur mit Kleingeld fahren, da die Automaten im Bus keine Scheine annehmen. Kleingeld ist aber sehr sehr rar in Argentinien und kein Kiosk etc. erklärt sich bereit dir mal etwas zu wechseln. Die Fahrer lassen dich eiskalt stehen wenn du kein Kleingeld dabei hast. Daher darf ich immer regelmäßig zur Bank gehen um Kleingeld zu wechseln, wo ich übrigens auch immer sehr sehr zügig bedient werde ;-).

Naja jetzt genug gelästert. Am Wochenende war ich noch am Tigre Delta von Buenos Aires. Dort sind lauter kleine Flussarme die vom Rio de la Plat abzweigen. Ganz schön da, aber Baden kann man nicht wirklich, da der Fluß ziemlicht dreckig ist. Am Sonntag hat die Rally Dakar noch den Finaleinlauf in Buenos Aires. Ich dachte eigentlich, dass es ein riesen Spektakel werden würde hab aber durch mehrere Nachforschungen nicht wirklich heraus gefunden wo genau der Zieleinlauf ist und auch die Argentinier wussten das nicht wirklich. Aber ein paar Fotos von den Trucks habe ich trotzdem machen können, da die nahezu vor meiner Haustür geparkt haben.
So jetzt freue ich mich eigentlich nur noch auf Deutschland wo ich morgen für 1,5 Wochen hin fliegen werde. Erst nach Berlin um einige von euch auf der Konferenz zu sehen und danach noch kurz nach Nürnberg zu meiner Freundin und um ein paar Geschäftstermine wahr zu nehmen.

Bis dahin.

Chris

Freitag, 9. Januar 2009

Around in Peru

Nachdem wir Machu Piccu überlebt haben, ging es erst mal weiter nach Lima. Dort angekommen haben wir in einem Hostel gewohnt, indem zuvor ein paar Esel genächtigt hatten. Das ganze Zimmer roch sehr stark nach Esel. Somit haben wir beschlossen uns ein „kleines“ Upgrade zu gönnen und sind kurzerhand ins 5-Sterne Hotel gegenüber Limas größtem Casino umgezogen. Abends sind wir dann mit unseren amerikanischen Bergkollegen, die zufälligerweise auch in Lima verweilten, durch die Bars gezogen, was feucht fröhlich spät nachts geendet hat. Am nächsten Tag hab ich mir dann Lima mit einem Touribus angeschaut. Untern anderem die berühmte Kirche mit den zugänglichen Katakomben.















Dort liegen jede Menge Knochen rum und die üblichen Touris tummeln sich auch dort.







Abends haben wir noch eine persönliche kleine Stadttour von einer Peruanerin bekommen unter anderem zu einem Park, wo nett beleuchtete Brunnen mit Musik rum stehen.

Nach 2 Nächten ging es dann auch weiter in den Norden von Peru nach Mancora einen berühmten Strandort. Ich hab ein bisschen etwas wie Mallorca oder Loret de Mar erwartet aber es kam ganz anders. Mancora ist auf gut schwäbisch „a richtiges Kuhkaff halt“. Es führte eine Straße durch Mancora und McDonalds gab’s auch nicht (nur mal um die Größe zu verdeutlichen). Unser Hostel war direkt am Strand.



Sehr schön mit der Ausnahme, dass das Management (ein Australier) etwas verplant war. Wir hatten ein 4 Personen Zimmer gebucht was schon besetzt war. Andreas musste in der ersten Nacht woanders schlafen und zu allem Überfluss war sein Bett dann nachts auch noch belegt als wir heim kamen. Ansonsten hatten wir schnell den Ruf der deutschen Polizei im Hostel, weil wir auf unser 4er Zimmer bestanden. Auch als sie dann noch eine Matratze bei uns ins Zimmer legten weil das Hostel überbucht war, hat Andreas denen schnell klar gemacht, dass dies mit den Deutschen so nicht geht, zumal man uns vorher nicht mal gefragt hatte. Das Hostel war bunt gemischt mit Leuten. Auch hier habe ich wieder Engländer gefunden, die ich gleich mal nach dem Musikgeschmack der Deutschen fragte. Wie erwartet haben diese Ignoranten auch David Hasselhoff geantwortet. Mich würde wirklich mal interessieren wer dieses Gerücht in die Welt getragen hat und außerdem ist die Mauer auch schon eine Weile nicht mehr da. Tss. Ansonsten waren die Leute ganz nett und sehr sehr relaxt. Roland und ich haben erst mal zwei Yankees beim Beach Volleyball abgezogen. Ansonsten haben wir unsere Zeit mit am Strand Fußball spielen, rum liegen und organisieren der Tickets für Sylvester verbracht.
Manch einer hat auch mal vor lauter Stress vergessen sich einzucremen und einen Sonnenbrand bekommen, aber ansonsten war es streßfrei. Sylvester war allerdings ein Erlebnis der besonderen Art. Wir haben uns Karten zu DER Sylvesterparty gekauft. Die Party war in einer Hotelanlage und wir waren dort auch ziemlich die einzigen Gringos umgeben von ca. 1500 Peruanern. Dementsprechend wurde uns die Aufmerksamkeit zu teil. Anfänglich war die Musik noch ziemlich gut, allerdings ist sie dann in übliche südamerikanische Sambamusik umgeschlagen, welche dann 6 Stunden lang nonstop gespielt wurde. Dies war nicht unbedingt nach unserem Geschmack, aber wir hatten trotzdem unseren Spaß und sind dann in den frühen Morgenstunden wieder nach hause getrottet bzw. mit einem „tollen“ Motorradtaxi 30 Minuten über Stock und Stein gefahren.
Ach ja bevor ich es vergesse, dass Essen in Mancora hat mich auch nicht gerade überzeugt. Fleisch war sowieso nicht vergleichbar mit Buenos Aires. Das Beste was wir gegessen haben war bei einem Mexikaner ansonsten nur das Übliche. Für alle Freunde meines kulinarischen Führers ist dies definitiv kein Urlaubsziel. Zum Ende meines Trips werde ich noch meinen kulinarischen Südamerikaführer raus bringen. Die ersten Anfragen diesbezüglich gibt es ja bereits.
Ansonsten freue ich mich jetzt aufs Wochenende und wünsche euch viel Spaß mit den neuen Bilder über Lima und Mancora die ich hochgeladen habe.
Einige von euch werde ich ja im Januar bei meinem kurzen Deutschlandbesuch treffen, worauf ich mich schon freue.

Viele Grüße aus dem 35 Grad heißen Argentinien, wo es das beste Fleisch gibt.

Chris

P.S.: Ich bin speziell daraufhin gewiesen worden, doch bitte immer zu erwähnen wie die Temperaturen und das Essen derzeit in Argentinien sind. Ich hoffe ich konnte damit die Erwartungen erfüllen :-)

Montag, 5. Januar 2009

4200 Meter und kein Ende in Sicht

Hallo,
ich bin wieder da. Schön, anstrengend und vielseitig wars. Wo ich war? Sehr hoch oben und auch wieder sehr weit unten.
Einige von euch können sich vielleicht erinnern, dass ich vor Weihnachten mit Roland, Andreas, Julia und Corinna aufgebrochen bin um Machu Piccu und den Yeti in den Bergen von Peru zu suchen. Roland und ich sind also am 21.12. nach Cusco geflogen, was schon bereits auf 3200 Meter liegt und die frühere Hauptstadt der Inkas war.

Sehr beeindruckende Stadt und zum ersten Mal richtiges Südamerika. Viele haben mich bereits vor der Höhe gewarnt, aber ich habe es eher auf die leichte Schulter genommen. Andreas ist schon ein paar Tage vorher angereist um sich daran zu gewöhnen, auch die Mädels waren schon dort. Nach 10 Minuten nach der Landung in Cusco ist mir schnell klar geworden warum. Kopfschmerzen und ein ständiges mulmig sein machten sich bei mir breit. Viel trinken und Höhenkrankheitstabletten halfen auch nicht wirklich, so dass ich immer sehr früh schlafe ging. Cusco ist eine sehr beeindruckende Stadt. Obwohl sie Ausgangspunkt für Touren nach Machu Piccu ist, hat sie nicht an ihrem beeindruckenden südamerikanischen Charme verloren. Auch sehr preiswert ist die Stadt, trotz der vielen Touristen. Hier trifft man die einheimischen Frauen mit den großen Runden Hütten und die Straßen sind noch aus altem Kopfsteinpflaster. Einen Tag nach der Ankunft sind wir zum reiten gegangen, allerdings eher auf Eseln als auf Pferden, zumindest haben die so ausgesehen. Ich musste nach kurzer Zeit mein Pferd tauschen, da ich es sprichwörtlich zu Tode geritten habe. Nach dem Reiten haben wir uns denn Aussichtspunkt überhalb von Cusco angeschaut mit tollen Blick über diese „kleine“ Stadt und kurzerhand mal mit einem Einheimischen ein Liedchen gespielt.

Am nächsten Tag ging es dann um 5 Uhr los zum lang ersehnten Inca Pfad, welcher uns 4 Tage wandern beschert bis wir dann erschöpft Machu Piccu erreichen sollten. Um 8 Uhr am Ausgangspunkt angekommen und ein Großteil unseres Gepäck einen Träger überlassen, ging es mit ca. 10 Kilo auf dem Rücken mit unserer 16 köpfigen Gruppe plus 2 Führer los auf den Pfad.
Die Gruppe war bunt gemischt mit Australiern, Amerikanern und Engländern – die stark von Vorurteilen belastet waren, aber dazu später. Am ersten Tag war das Wetter noch traumhaft sonnig und alles ging einigermaßen relaxt voran. Wir sind ja auch nur auf 2400 Metern gestartet und mussten nur 6 Stunden oder so laufen um auf knapp 3000 Meter zu gelangen. Dort angekommen, haben unsere Träger schon die Zelte aufgebaut. Auf 3000 haben wir dann gegen die Einheimischen etwas Fußball gespielt und wer schon mal auf 3000 Meter war, wird mir zustimmen, dass dies eventuell keine so gute Idee ist. Nach 5 Minuten rennen dachte ich muss gleich meine komplette Lunge ausspucken. Letztendlich haben wir knapp 1:2 verloren, was meiner Meinung nur dem Höhenvorteil der Einheimischen gut zu schreiben ist. Am nächsten morgen ging es um 6 Uhr nach der Nacht im Zelt weiter. 4200 Höhenmeter standen uns heute als Ziel bevor. Auch bekannt als „Dead Woman’s Pass“ da der Berg aussieht wie eine liegende Frau auf dem Rücken und wir dabei waren ihre Berge zu besteigen. Schnell wurde mir klar, dass dies alles andere als ein Spaziergang werden würde. Frustrierend dabei war unter anderem, dass ich mich mit paar Kilos auf dem Rücken den Berg hochquälte und laufend uns unsere Träger mit 20 Kilo auf dem Rücken joggend uns alle überholten. Mit den Jungs möchte ich wirklich nicht tauschen. Auch das gute Wetter hatte uns verlassen, so das wir in Regenklamotten hoch krieche mussten. Je höher ich kam und glaubt mir, dass hat ne Weile gedauert, desto schwindliger wurde mir. Die einzigste Stütze waren meine 2 Wanderstöcke. Auch die Sicht war kein Trost, da um uns herum nur Nebel war. Dies wurde uns von unserem Guide als „Mystical View“ verkauft. Nach 4 oder 5 Stunden war die Spitze in Sicht und ich hab mich in Trance die letzten Stufen hochgequält. Kein Wunder, dass die Spanier es nie hier hoch geschafft haben. Kurz vor der Spitze war ich kurz vor dem Umkippen, da die Höhe mir so zu schaffen machte. Oben angekommen habe ich dann erst mal ein Bergbier und Schnaps getrunken und nach dem Yeti Ausschau gehalten. Aber der hat mich wahrscheinlich kommen sehen und sich rechtzeitig verdrückt. Ich glaube, dass war eines der anstrengensten Dinge die ich jemals gemacht habe, aber trotzdem unglaublich super.
Auch der Weg bergab war nicht gerade einfach und ich war heil froh abends im Basislager angekommen zu sein. Abends haben wir übrigens gewichtelt und ich habe ein Inca Kola T-Shirt und spanische Filme bekommen – danke Andi. Ein paar Sätze noch zu unseren Gefährten. Ein paar verrückte Amis waren dabei, wobei dies die ersten Amis waren die ich in Ordnung fand, da sie etwas selbstkritisch bezüglich der Einstellung der Amerikaner in den Staaten und der Wirkung in der Welt waren und wir mit ihnen problemlos darüber reden konnten. Außerdem war Leutant Dan, so haben wir den einen getauft, nie um ein Bier verlegen und später waren wir mit beiden auch noch in Lima feiern, was zu einer unglaublich coolen Party ausgeartet ist. Weiterhin waren ein englisches Geschwisterpaar am Start, wobei die eine Englisch Lehrerin in Santiago de Chile ist. Tsss, solche Leute habe ich gefressen, die meinen nur weil Englisch ihre Muttersprache ist, können sie überall als Englisch Lehrer arbeiten ohne eine pädagogische Ausbildung zu haben und genau so war es auch bei dieser besagten Dame. Als sie dann noch ernsthaft meinte alle Deutschen lieben David Hasselhoff und er wäre für den Mauerfall verantwortlich war sie komplett unten durch bei mir. Selten so eine ignorante Engländerin gesehen. Wenigstens ihre Schwester hat die Familienehre noch gerettet und war etwas offener und netter. Tag 3 der Tour war auch nicht gerade einfach. Vom Basiscamp auf 3000 Meter ging es wieder hoch auf 3900 Meter und außerdem standen uns 10 Stunden Wanderungen bevor. Auch das Wetter wollte nicht so recht, so dass wir im Regen los trotteten. Die spektakulären Inkastätten und die Tatsache, dass wir nun durch den Anfang des Amazonas Regenwalds wanderten entschädigte das Ganze etwas. Am Ende des Tages am Basislager angekommen, wurden wir zum ersten Mal innerhalb der 3 Tage mit einer warmen Dusche begrüßt. Vorher gab es schlicht gesagt keine Dusche. Weiterhin ist es nicht empfehlenswert richtig wandern zu gehen und dabei nur mit Baumwollshirts ausgerüstet zu sein, da diese innerhalb kurzer Zeit komplett durch geschwitzt sind und man dann anfängt zu frieren, sobald man anhält. Auch das Trocknen der Kleidung in diesen Höhen ist so gut wie unmöglich, so dass Roland und ich mit unseren stinkigen kalten Klamotten 3 Tage rum liefen und uns geschworen haben das nächste Mal in Funktionskleidung zu investieren. Überlebt haben wir trotzdem.
Am letzten Abend gab es eine Party bevor wir morgen ums 4 Uhr zu Machu Piccu aufbrachen, somit sagenhafte 3 Stunden Schlaf in der letzten Nacht. Morgens war es dann immer noch nebelig aber unser Guide wurde nicht müde dies als „Mystical View“ anzupreisen. Am Sonnentor angekommen, hätten wir eigentlich den Sonnenaufgang sehen sollen, wenn da nicht dieser Nebel wäre. Gegen 8 Uhr haben wir dann Machu Piccu erreicht. Kurz gesagt, es war die 4 Tage Wanderung wert. Dieses gewaltige Bauwerk auf 2400 Meter auf einem Berg zu bewundern. Kaum vorstellbar, dass dies von Menschenhand erschaffen wurde.
Nach einer ausgiebigen Führung und tausenden von Fotos, paarenden Lamas und einem Russen der beinahe vom Berg gefallen ist, ging es mit dem Bus von der Bergstation ins Tal. Dort ließen wir die Tour durch ein Bad in den heißen Quellen mit Cocktails ausklingen, bevor wir mit dem Zug zurück nach Cusco führen.
Abschließen noch eine kulinarische Bewertung vom Essen in Cusco und dem Trip. Die Verpflegung war sehr gut, allerdings war das Fleisch wie zu erwarten von der Qualität schlechter als in Argentinien. Aber durch die Höhe und die Mühe des Kochs vergebe ich 3 von 5 Sternen für das Essen.
In Kürze folgt ein Bericht über den weitern Urlaub in Lima und Mancora, also dran bleiben.
Gruß Chris

Montag, 15. Dezember 2008

Die Suche nach dem Yeti in den Anden von Santiago de Chile

Hola,

Como estamos? Es gibt viel zu berichten und wenig Zeit. Nachdem meine Freundin leider wieder nach Hause geflogen ist, ist Oli bei mir eingetroffen. Er hat sich letzte Woche nach El Calafatte aufgemacht um die Gletscher zu entdecken. Leider hat er den Yeti nicht gefunden. Daher sind wir das letzte Wochenende zusammen mit Julia und Julia (ja zwei Julias) nach Santiago geflogen um Simone und Christiane zu besuchen.
Freitagabend angekommen haben wir den Abend erst mal mit Corona trinken im Pool auf dem Dach von Christianes Wohnung ausklingen lassen. Danach hatte Christiane leider den falschen Schlüssel von der Wohnung dabei und ich musste mal eben über den Balkon des Nachbarn im 5.Stock zu ihrem Balkon rüber klettern um die Türe von innen zu öffnen.
Samstag haben wir einen Trip in die Anden unternommen. Das sind diese Erhebungen die sich von Norden nach Süden durch Südamerika ziehen und da die zufällig Lust und Zeit hatten in der Nähe von Santiago vorbei zu kommen, haben wir uns gedacht, dann schau wir doch mal was es dort alles so gibt. Gegeben hat es tatsächlich ziemlich viel. Nicht zu erwarten ziemlich hohe Berge :-) und sogar einen Fluss.



Denn haben wir doch gleich mal genutzt und sind ihm mit einem Schlauchboot hinunter gefahren. War ziemlich lustig und nass sind wir auch geworden. Ziemlich kalt dieses Gebirgswasser.
Anschließend haben wir uns ein paar Pferde geschnappt und sind mit ihnen die Anden hoch geritten, da Oli unbedingt noch den Yeti sehen wollte und ich meinte, vielleicht rennt er ja hier irgendwo rum. Also rauf aufs Pferd und ab die Anden hoch. Mann war ich froh, dass ich dies nicht laufen musste, war nicht gerade ein leicht begehbarer Weg. Oben angekommen haben wir auch kurz den Yeti erblickt und ich hab mein Pferdchen angewiesen mal zu galoppieren ( gut das ich neben einem Reiterhof aufgewachsen bin und somit wenigstens die Grundkenntnisse des Reiten noch inne habe), leider hatten wir Touripferdchen und ich habe es nur kurz geschafft mein Pferdchen zum Galoppieren zu bringen, bevor es wieder entschieden hat etwas gemütlicher zu laufen. Somit ist auch der Yeti entkommen und Oli war ziemlich traurig darüber. Oli’s Pferd hat den Yeti nicht mal gesehen, da es die ganze Zeit mit Fressen beschäftigt war. Nachdem wir dann wieder die Aden hinunter geritten sind und zurück in Santiago waren, sind wir abends noch chilenisch Essen gegangen. Allerdings konnte das Essen nicht überzeugen und liegt weit hinter dem von Argentinien. Dafür war der Alkohol im Club recht gut, so dass ich ziemlich schnell wieder viel Spaß hatte. Sonntags haben wir noch Santiago erkundet, sind vor einem verschlossenen Starbucks gestanden und haben auf dem Hügel in Santiago ein Erdinger Weißbier getrunken.
Im Großen und Ganzen ein sehr gelungenes und lustiges Wochenende. Dank gilt den Mädels die uns aufgenommen haben.

Ich wünsch euch allen noch schöne Weihnachten und einen guten Rutsch. Ich habe beschlossen Weihnachten in den Bergen von Peru zu verbringen und werde mit Roland, Andreas, Julia und Corinna mich auf die Suche nach dem Yeti machen. Ich habe einen Tipp bekommen, dass er sich in Machhu Piccu versteckt hat.
Ihr werdet nächstes Jahr wieder von mir hören und falls nicht, bin ich entweder vom Berg gefallen oder der Yeti hat mich gefressen.


Liebe Grüße und ein Frohes Fest
Chris

Dienstag, 2. Dezember 2008

Eine Woche Urlaub in Puerto Madryn und Rio de Janeiro

Hallo zusammen,

1 Woche Urlaub hab ich nun hinter mir und es war ein sehr schöne erholsame Zeit. Meine Freundin ist letzte Woche angereist und gemeinsam haben wir Puerto Madryn und Rio de Janeiro erkundet. Los ging es vorletzten Samstagabend mit einer kleinen Busreise von 18 Stunden von Buenos Aires in den Süden von Argentinien nach Puerto Madryn. Dort ist derzeit noch Walsaison und die Wale paaren sich in der Bucht vor Puerto Madryn. Die Busfahrt war für die Dauer eigentlich in Ordnung. Wir hatten einen Schlafbus gemietet und ich konnte sogar einigermaßen Schlafen. Wir sind in einem tollen Hostel in Puerto Madryn untergekommen, welches von einem irisch-stämmischen Argentinier geführt wurde. Ganz nett der Kerl und am Sonntagabend gab es auch gleich mal Marzena’s erstes argentinisches Barbecue im Hostel. Zu einem Spottpreis haben wir Unmengen vom Fleisch bekommen, welches köstlich schmeckte.

Ich habe es zwar schon mehrmals erwähnt, aber das Rind schmeckt hier einfach vorzüglich. Kein Vergleich zu Deutschland.
Am Montag haben wir dann die lang ersehnte Waltour gemacht. Mit dem Schiffchen ging es raus aufs offene Meer, wo wir tatsächlich richtige Wale gesehen haben. (Leider nur von oben und manchmal auch die Schwanzfloße. Ein kompletter Sprung eines Wales blieb uns verwehrt. Ich dachte eigentlich, dass ich mit den Walen tauchen kann, aber dies ist leider verboten. Es war dennoch sehr aufregend diese gewaltigen Tiere in freier Natur zu sehen. Weiter ging es danach zu einer großen Seelöwenkolonie die am Strand von Pennisuela Valdes, so heißt diese Naturschutzgebiet, gemütlich seine Zeit verbringt. Im März kommen an diese Stelle Orcas um die Seelöwenbabies durch die sogenannte „Strandung“ zu fressen. Dies eine der zwei einzigen Plätze auf der Welt (in Südafrika ist der Andere) wo man Orcas beim „Stranden“ zusehen kann. Daher werde ich vermutlich noch mal im März hin fahren. Die Seelöwen liegen sonst den ganzen Tag faul am Strand rum und schauen so um sich was es so gibt. Es ist erlaubt mit den Seelöwen zu tauchen, allerdings recht teuer. Aus Zeitgründen habe ich dies nicht gemacht, eventuell werde ich dies im März machen wenn ich noch mal komme. Danach haben wir noch eine kleine Pinguinkolonie besucht, allerdings waren die nicht so aufregend wenn ich es mit der Pinguinkolonie vergleiche, die wir einen Tag später sehen sollten. Abends sind wir in ein Fischrestaurant gegangen, welches uns der Guide empfohlen hatte. Beiläufig sei erwähnt, dass ich kein Fisch mag, aber Marzena wollte da hin. Ich hoffte, dass es dort auch noch etwas anderes gibt wurde aber schnell enttäuscht. Nachdem wir uns dann durch die spanische Karte gewühlt haben und mit Wörterbuch was essbares gefunden haben, teilte uns der Kellner mit nachdem wir dies dann bestellt hatten, das dies doch bisher nur die Vorspeise wäre und was wir denn als Hauptspeise essen wollen. Letztendlich habe wir eine große Menge an Essen bestellt und es war auch etwas Essbares für mich dabei.
Am Dienstag ging es dann zu dieser besagten Pinguinkolonie, welche übrigens die größte Kolonie von freilebenden Pinguinen in der südlichen Hemisphäre ist (immer diese Rekorde, Tsss, tsss). Diese Jungs richtig putzig. Marzena liebt Pinguine und hat sich dementsprechend gut amüsiert. Sie lassen sich nahezu anfassen und laufen überall herum, besser gesagt liefen wir eher bei den Pinguinen rum.
In jedem Loch brüten die Pinguine ihre Eier aus und wir haben auch frisch geschlüpfte Babypinguine zu Gesicht bekommen. Einmal habe ich mich mal neben einen Pinguin gekniet um ein Foto zu machen, als ich meinen Finger ausstreckte, schaute er zu mir rüber als wollte er mal rein beißen. Dann ist ein weiterer Pinguin einfach zwischen mir und dem anderen Pinguin vorbei marschiert völlig unbeeindruckt von meiner Präsenz. Schon lustig diese Kerlchen. Aber leider haben die auch nicht mein Spanisch verstanden. Nach der ausgiebigen Tour bei den Pinguinen haben wir uns in nach einer längeren Busfahrt wieder auf einem kleinen Boot wiedergefunden. Diesmal haben uns die kleinsten Delphine der Welt angeschaut. Sie sind gerade mal ein bisschen mehr als ein Meter groß und sind schwarz-weiß gestreift. Sie werden auch die Pandadelphine genannt. Sehr flinke und putzige Kerlchen. Es war sehr schwer von ihnen ein Foto zu machen, da sie blitzschnell wieder weg waren. Ein paar habe ich schon hin bekommen. Danach ging es wieder mit Bus zurück nach Buenos Aires. Dieses Mal war der Bus leider nicht so komfortabel, da die gute Klasse schon ausgebucht war. Auch haben wir viel länger zurück gebraucht. Wir waren auf dem Rückweg ca. 22 Stunden im Bus, bevor wir in Buenos Aires eingetroffen sind.

Am Donnerstag ging es dann weiter nach Rio de Janeiro, dieses Mal mit dem Flugzeug, da wir bereits genug hatten vom Busreisen.
In Rio angekommen, hatten wir ziemlich Pech mit dem Wetter. Es war die ganze Zeit bewölkt und nebelig und hat teilweise auch geregnet. Am ersten Tag sind wir noch zur Copacabana gefahren, aber von Menschenmaßen war dort weit und breit nichts zu sehen. Abends haben wir uns mit Guillaume getroffen, welcher derzeit auf Delegation in Rio ist und sind in eine brasilianische Bar zum Afterwork gegangen. Ich muss schon sagen, der Caipirinha in Rio schmeckt schon ziemlich gut.
Am ersten Tag in Rio gings hoch zum Berg, welcher die Christusstatue beherbergt. Leider war es so nebelig, dass wir vom Berg aus die Stadt nicht sehen konnten und häufig auch die Statue verdeckt war. Etwas enttäuschend sind wir wieder runter gefahren. Dann hat es auch noch zu Regen angefangen und da während es regnet die Preise für einen Schirm oder Poncho drastisch in Brasilien ansteigen mussten wir auch noch ein kleines Vermögen bezahlen um zwei Ponchos zu bekommen. Später sind wir dann in den Botanischen Garten gegangen. Welcher wirklich sehr schön war und glaubt mir, ich habe schon viele Botanische Gärten gesehen. Während meiner Zeit in Australien war ich mit meinem Kumpel unterwegs, welcher Agrarbiologe ist und er hat mich in jeden Botanischen Garten geschleift den Australien besitzt und diese dann auch immer bis aufs kleinste Detail erkundet und fotografiert. Andi, der in Garten in Rio hätte dir sehr gefallen.
Am Samstag ging es mit der ältesten Straßenbahn von Rio durch das Viertel Santa Terese. Sehr nahe an dem Viertel sind auch einige Fafelas. Diese findet man auch auf jeder Seite der Autobahn auf dem Weg zum Flughafen und es kann schon mal vorkommen, dass die Autobahn zum Flughafen abends gesperrt wird, weil es Schiessereien über die Autobahn zwischen den Fafelas gibt. Abends sind wir dann auf den Zuckerhut gefahren und hatten da mehr Glück mit der Aussicht. Der Neben war nur noch in den höheren Bergen etwas hinter Downtown von Rio, so dass ich tolle Fotos machen konnte. Kurzzeitig ist die Christus Statue auch aus dem Nebel aufgetaucht und mit der nächtlichen Beleuchtung hat dies richtig phänomenal ausgesehen, aber seht selbst:

Anschließend haben wir uns mit Guillaume zum essen getroffen und sind in ein typisch brasilianisches Restaurant, welches auch für deutsche Verhältnisse recht teuer war, gegangen. Dort gab es soviel Fleisch wie wir wollten, welches immer direkt am Tisch mit einem Spieß serviert wurde.


Die Kellner kommen solange an deinen Tisch mit verschiedenen Fleischsorten bis du entweder platzt oder doch noch rechtzeitig das kleine Schildchen rum drehst auf dem steht: „No, thanks“. Dies wäre ein tolles Erlebnis für meinen Teller gewesen, denn ich aber in Buenos Aires gelassen hatte, da ich befürchtete das er mir in Rio abhanden kommt und ich will ja schließlich nicht meinen einzigen Gesprächpartner im Büro verlieren ;-)
Sonntag gings dann leider wieder zurück nach Buenos Aires. Marzena ist noch bis Ende der Woche da und geht fleißig shoppen in Buenos Aires bis Oli dann am Samstag für 2 Wochen vorbei schaut,


Wer sich jetzt fragt, ob ich zuviel Zeit habe solch ein Bericht zu schreiben, dem antworte ich: „Was sonst soll ich in meiner Mittagspause machen“. Ich hoffe auch mal wieder was von euch zu hören und auf mehrfaches Nachfragen habe ich beschlossen ein Exportbusiness zu eröffnen, welches euch allen die Möglichkeit gibt Verwandte von meinen Teller zu kaufen um euch während eurer Mittagspause das Spanisch bei zu bringen. Sehr effizient kann ich wirklich empfehlen.

Zum Schluß noch an paar spezielle Grüße:
@Andi: Wie gehts dir?
@Jenny: Lebst du noch?
@Oli: Hat ja lange gebraucht bis dein Blog wieder was Neues her gab.
@Tobi: Ich amüsiere mich köstlich über deine Geschichten in den Staaten
@Roger: Arbeite nicht soviel und Gies mir meine Blumen ;-)
@Sebastian, Patrick, Martin: Ich hoffe ihr seit noch gut auf in Thailand, nachdem was da dort derzeit ab geht.
@Caro: Hoffentlich haben die Alligatoren nicht deinen rosa Schal gegessen
@Johannes: Du bist ja jedes Wochenende auf reisen laut deinem Blog ;-) Wir haben auch Chlor im Trinkwasser
@Helmar, Melanie: Ich würde gerne mit kommen zum Christkindlesmarkt. Trinkt einen Glühwein für mich mit.
@Christine: Arbeite nicht soviel in deiner neuen Station
@meine Tante Gabi: Danke für die Grüße

Dienstag, 18. November 2008

Besuch in Buenos Aires

Hallo,
ja ich bin immer noch in Buenos Aires. Ich weiß ziemlich öde aber dafür werde ich am Wochenende mich für eine Woche von hier absetzen. Ich fahr mit meiner Freundin, die am Freitag kommt ( freu mich schon), nach Puerto Madryn südlich von Buenos Aires fahren. Dort ist derzeit Wale Saison und wir können uns dort Blauwale und Orcas anschauen. Danach gehts weiter nach Rio de Janeiro.
Aber nun mal zum letzten Wochenende. Ich hatte netten Besuch von einer SGP Kollegin aus Santiago de Chile. Simone und ich machten also übers Wochenende Buenos Aires unsicher. Inzwischen ist auch noch eine Infojahrlerin, die Julia, in Buenos Aires angekommen und hat mich kontaktiert, so dass wir am Samstag Abend zusammen in einen Club gegangen sind.
Aber jetzt mal der Reihe nach. Samstag habe ich mit Simone Sightseeing durch Buenos Aires gemacht und dabei die üblichen Punkte wie Plaza de Mayo (Regierungsgebäude), den Kongress, den berühmten Friedhof von Ricoleta, auf dem unter anderem auch das Grab von Evita ist.

Außerdem habe ich Simone in die tolle Rindfleischkultur eingeführt. Ich muss schon sagen, dass das Rind hier in keiner Weise mit dem in Deutschland zu vergleichen ist. Die Würzen es nur mit Salz aber es schmeckt einfach um vieles besser als in Deutschland. Ich könnte die ganze Zeit nur Steak essen, was ich auch meistens tue :-). Hier gibt es Unmengen von verschiedenem Fleisch und sogar Restaurants bei denen man ein Abbild einer Kuh bekommt und dann zeigen kann, welches Stück der Kuh man gerne verdrücken möchte. Das durchaus offensichtlich ist, dass das Fleisch immer auf einem Teller serviert wird. Dadurch habe ich bereits eine Menge von verschiedenen Tellern kennen gelernt. Bisher sprach aber keiner Englisch oder Deutsch mit mir und nach der üblichen Frage wie er denn heißt, war meine Kommunikation mit meinem Teller schon vorbei. Somit bleibt mir nichts anderes übrig und ich muss mein Spanisch weiter verbessern. Zum Glück war Simone dieses Wochenende dabei und sie beherrscht Spanisch perfekt, so dass sie sich fließend mit jedem Teller unterhalten konnte und mir etwas aus deren Leben erzählen konnte. Sehr interessant sag ich euch. Samstag Abend bin ich dann mit Simone, Julia und mit Kollegen von ihr in einen Club gegangen. War sehr lustig dort und wir haben ziemlich lange ausgehalten.
Am Sonntag stand dann weiter Sightseeing auf dem Programm. Ich bin zuerst mit Simone nach La Boca gefahren, wo auch das Stadion von Boca Juniors steht. Da dort mittags ein Spiel statt finden sollte, war alles abgesperrt und ziemlich viel Leute unterwegs. Danach sind wier zusammen mit Julia auf den Straßenmarkt nach San Telmo gefahren, wo man jede Menge Schrott kaufen kann. Nach mehreren Stunden durch Buenos Aires spazieren, haben wir das Wochenende dann gemütlich mit einem Spaziergang am Hafen ausklingen lassen. Dort habe ich auch eine sehr interessante Bar entdeckt, die ich demnächst mal besuchen werde. Spätestens wenn Oli oder Roland mich besuchen kommen.

Dann machts mal gut und lasst was von euch hören. Ich hab neue Bilder im Album Buenos Aires eingefügt. Außerdem dürft ihr mich gerne auch anrufen, nur keine Scheu ich werde euch schon nicht auf Spanisch vollquatschen.

Liebe Grüße
Chris